Saigerhütte Grünthal (Olbernhau)

Saigerhütte Grünthal mit Kupferhammer An der Silberstrasse und unmittelbar am kleinen Grenzübergang zur tschechischen Republik liegt die Saigerhütte Grünthal. Sie ist der letzte Sachzeuge der Buntmetallurgie in Mitteleuropa, in dem seit 1537 durch das Saigerverfahren Silber und Kupfer getrennt wurden. Ein Ensemble von Bauten mit verschiedenen Schmelzhütten, Hämmern, der Faktorei, dem Schichtmeisterhaus, den Arbeiterwohnhäusern, der Hüttenschule, der Hüttenschänke und der Hüttenmühle erinnert an die Zeit von Georg Agricola und wird zum Teil museal genutzt.

Hohe Mauern schützen die Produktionsstätte. Im Althammer wird der Hammer in Funktion vorgeführt, in der Langen Hütte kann man die verschiedenen Öfen, Herde und ein Pochwerk besichtigen, wodurch es möglich war, beide Metalle voneinander zu trennen. In einem Arbeiterwohnhäuschen wird die Wohnumwelt der Familie eines Hüttenarbeiters im 19. Jahrhundert erlebbar, welche die Hüttenleute umgab. Im Zimmerhaus befindet sich eine Ausstellung der verschiedenen Transportwagen, im Herrenhaus ist eine Schauwerkstatt des heimischen Handwerks zu besichtigen.

Eine zentrale Ausstellung in der Mehrzweckhalle informiert über die 460jährige Geschichte der Metallurgie in Olbernhau. Ein Walzgerüst vor dem Neuhammer repräsentiert den letzten Abschnitt, als in Olbernhau bis 1991 Stahlbleche gewalzt wurden. So ist dieses technische Museum ein bedeutendes Denkmal der Produktion und der Lebensweise der Hüttenleute.

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